IHK Trier


Seitenkopf

Seitenhauptinhalt

  • Coronavirus: Prüfungen und Ausbildung

  • Ansprechpartner
    Foto: Beate Schranz
    Ausbildung

    Beate Schranz

    Tel.: (06 51) 97 77-3 51
    Fax: (06 51) 97 77-3 05
    schranz@trier.ihk.de

    Foto: Christian Reuter
    Ausbildung

    Christian Reuter

    Tel.: (06 51) 97 77-3 50
    Fax: (06 51) 97 77-3 05
    reuter@trier.ihk.de

    Foto: Eda Cenikli
    Ausbildung

    Eda Cenikli

    Tel.: (06 51) 97 77-3 54
    Fax: (06 51) 97 77-3 05
    cenikli@trier.ihk.de

    Foto: Sarah Feilen
    Ausbildung

    Sarah Feilen

    Tel.: (06 51) 97 77-3 55
    Fax: (06 51) 97 77-3 05
    feilen@trier.ihk.de

    Foto: Bernarda Hensel
    Ausbildung

    Bernarda Hensel

    Tel.: (06 51) 97 77-3 53
    Fax: (06 51) 97 77-3 05
    hensel@trier.ihk.de

    Foto: Monika Roumen
    Ausbildung

    Monika Roumen

    Tel.: (06 51) 97 77-3 52
    Fax: (06 51) 97 77-3 05
    roumen@trier.ihk.de

Die IHK-Organisation sieht sich angesichts der momentanen Lage gezwungen, die bundeseinheitlichen schriftlichen Abschlussprüfungen Sommer 2020 in allen Ausbildungsberufen zu verschieben. Die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfungen ist objektiv nicht mehr möglich.

Hier haben wir die häufigsten Fragen und Antworten zur Durchführung der IHK-Prüfungen sowie der Berufsausbildung zusammengestellt.

Bitte beachten Sie, dass täglich eine neue Bewertung der Sachlage durch die IHKs erfolgt und die folgenden Informationen ständig angepasst bzw. erweitert werden.

Informationen zu Prüfungen

  • Finden die bundeseinheitlichen schriftlichen Abschlussprüfungen Ende April/Anfang Mai statt?

    Nein, die schriftlichen Abschlussprüfungen Ende April/Anfang Mai finden nicht wie geplant statt.
    Sie werden in die KW 25 verlegt (16. - 19. Juni 2020).

    16. und 17. Juni 2020
    • industriell-technische Abschlussprüfungen

    18. und 19. Juni 2020
    • kaufmännisch schriftliche Abschlussprüfungen

    Sie werden von der IHK Trier zum neuen Prüfungstermin eingeladen. In der Ladung wird der konkrete Prüfungstermin und der Prüfungsort mitgeteilt. Eine erneute Anmeldung ist nicht erforderlich.
  • Wann werden die Abschlussprüfungen Teil 1 aus dem Frühjahr 2020 nachgeholt?

    Die Abschlussprüfungen Teil 1 werden im Herbst 2020 nachgeholt.

    Herbt 2020
    • schriftliche Nachholprüfungen für Kaufleute für Büromanangement
    • schriftliche Nachholprüfungen für industriell-technische Berufe
    (Dieser Termin ist für alle Prüflinge relevant, die ihre schriftliche Abschlussprüfung Teil 2 ab Winter 2020/2021 ablegen.)

    !Ausnahme - 15. Juni 2020
    • schriftliche (zeitkritische) Nachholprüfungen für Kaufleute für Büromanagement
    • schriftliche (zeitkritische) Nachholprüfungen für industriell-technische Berufe
    (Dieser Termin ist für alle Prüflinge relevant, die im Sommer 2020 (16. bis 19. Juni 2020) ihre schriftliche Abschlussprüfung Teil 2 ablegen).

      Sie werden von der IHK Trier zum neuen Prüfungstermin eingeladen. In der Ladung wird der konkrete Prüfungstermin und der Prüfungsort mitgeteilt. Eine erneute Anmeldung ist nicht erforderlich.

  • Wann finden die praktischen Prüfungen statt?

    Der Prüfungszeitraum für die praktischen Prüfungen Sommer 2020 in den industriell-technischen Berufen beginnt am 4. Mai 2020.

    Sie werden von der IHK Trier zum neuen Prüfungstermin eingeladen. In der Ladung wird der konkrete Prüfungstermin und der Prüfungsort mitgeteilt. Eine erneute Anmeldung ist nicht erforderlich.
  • Finden die Zwischenprüfungen im Frühjahr statt?

    Die zuständigen IHK-Gremien haben sich am 16. März 2020 darauf verständigt, die für das Frühjahr 2020 angesetzte Zwischenprüfung ersatzlos entfallen zu lassen. Auf ein nachträgliches Ablegen der Zwischenprüfung wird für die im Frühjahr 2020 betroffenen Prüflinge verzichtet.

    Die Zwischenprüfung soll den Azubis wie auch den Ausbildenden in den Betrieben zur Mitte der Berufsausbildung in erster Linie eine Rückmeldung über den Leistungsstand geben. Beide Seiten erhalten damit einen Hinweis wie beispielsweise das Lernen weiter gefördert und Ausbildungsmaßnahmen verbessert werden können.

    Anders als bei der Abschlussprüfung ergeben sich aus den Ergebnissen der Zwischenprüfung jedoch keine verbindlichen Folgen für das Bestehen des Berufsabschlusses. Sie fließt als Prüfungsleistung nicht in das Endergebnis der Abschlussnote ein.

    Daher wird seitens der IHKs als zuständige Stellen auf ein nachträgliches Ablegen der Zwischenprüfung für die im Frühjahr 2020 betroffenen Prüflinge verzichtet. Grund für diese Entscheidung ist die objektive Unmöglichkeit, die Zwischenprüfung in der derzeitigen Lage und unter den geltenden, behördlichen Auflagen im Zusammenhang mit der Corona-Krise durchzuführen.

    Das Aussetzen der Zwischenprüfung gilt ausschließlich für die im Frühjahr 2020 betroffenen Prüflinge.
  • Muss ich in den Betrieb, wenn meine Prüfung abgesagt wurde?

    Grundsätzlich muss der Auszubildende in den Ausbildungsbetrieb kommen, wenn die Prüfung ausfällt. Denn eine Freistellung erfolgt nur für die Teilnahme an der Prüfung.
  • Was tue ich mit Blick auf die Prüfung, wenn ich am Coronavirus erkrankt bin bzw. der Verdacht einer Erkrankung besteht?

    Wenn Sie zum Prüfungstermin am Coronavirus erkrankt sind, dürfen Sie nicht an der Prüfung teilnehmen. Dies stellt in der Regel einen Rücktritt mit wichtigem Grund dar. Wichtig ist, dass Sie unverzüglich der IHK die Nichtteilnahme mitteilen müssen (per E-Mail) und den wichtigen Grund (Erkrankung) durch Vorlage eines ärztlichen Attestes nachweisen müssen.

    Das Gleiche gilt, wenn Sie wegen des Verdachts einer Erkrankung am Coronavirus unter Quarantäne gestellt werden. In diesem Fall dürfen Sie nicht an der Prüfung teilnehmen, wenn die Prüfung in den Zeitraum der Quarantäne fällt. Auch das ist ein Rücktritt mit wichtigem Grund, den Sie bitte unverzüglich unter Beifügung geeigneter Nachweise (zum Beispiel Bescheinigung vom Gesundheitsamt) der IHK Trier mitteilen (per E-Mail). In diesem Fall gilt die Prüfung als nicht abgelegt.

    Hinweis für Prüfer/-innen: Bei praktischen/mündlichen Prüfungen ist der Prüfungsausschuss aus seiner Fürsorgepflicht heraus verpflichtet, Prüfungsteilnehmer/-innen von der Prüfung abzuhalten und nach Hause zu schicken, wenn sie erkennbar prüfungsunfähig sind und die Ablegung der Prüfung ein erkennbares Sicherheitsrisiko darstellen würde.
  • Welche Folgen hat es, wenn ich an der Prüfung nicht teilnehmen kann?

    Sollten Sie an der Prüfung aus wichtigem Grund nicht teilnehmen, können Sie zum nächstmöglichen Termin (in der Regel sechs Monate später) an der Prüfung teilnehmen.

    Der wichtige Grund ist unverzüglich mitzuteilen und nachzuweisen. Im Krankheitsfall ist die Vorlage eines ärztlichen Attestes erforderlich. In diesem Fall gilt die Prüfung als nicht abgelegt.

    Hinweis für Auszubildende: Als Auszubildender besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Verlängerung der Ausbildungszeit bis zum nächsten Prüfungstermin.
  • Entstehen mir Nachteile, wenn die Prüfung verschoben wird?

    Grundsätzlich sollten den Prüflingen keine Nachteile durch eine verschobene Prüfung entstehen. Der ausgefallene Termin wird selbstverständlich nicht als Prüfungsversuch gewertet.
  • Muss ich meinen geplanten Jahresurlaub verschieben, wenn der von der IHK angebotene Termine mit meinem Urlaub kollidiert? Wird es in einem solchen Fall einen Ersatztermin geben?

    Wenn es möglich ist, den bereits gebuchten Urlaub zu verschieben, dann muss gegebenenfalls ein späterer Termin der Prüfung wahrgenommen werden. Liegt der Termin der Abschlussprüfung Teil 1 bereits unmittelbar vor der Abschlussprüfung Teil 2, verschiebt sich auch der Berufsabschluss, sofern eine Prüfungsteilnahme nicht möglich ist.
  • Was muss ich tun, wenn ich bei der nächsten Prüfung nicht teilnehmen möchte?

    Sie können vor der Prüfung schriftlich gegenüber der IHK zurücktreten.

    Spätester Zeitpunkt: vor Beginn der ersten Prüfungsleistung

    Achtung: Prüfungsgebühren können gegebenenfalls nicht erstattet werden.

Informationen zur Ausbildung allgemein

  • Was passiert, wenn die Berufsschule geschlossen wird?

    Sofern eine Berufsschule nicht von den zuständigen Gesundheitsbehörden geschlossen wird, besteht grundsätzlich Schulpflicht nach § 56 Absatz 1 SchulG.

    Ist ein Auszubildender durch Krankheit oder aus anderen nicht vorhersehbaren Gründen verhindert, die Schule zu besuchen, so benachrichtigt der Auszubildende oder Betrieb unverzüglich die Schule und teilt den Grund für das Schulversäumnis mit. Ausbildende und Auszubildende sollten die Entscheidung über die Nichtteilnahme am Unterricht zur Vermeidung einer Corona-Infektion nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt treffen.

    Wird der Schulbetrieb an der Berufsschule eingestellt und der Unterricht kann auch anderweitig nicht aufrechterhalten werden, muss der Auszubildende im Ausbildungsbetrieb erscheinen, sofern er nicht unter Quarantäne gestellt ist oder der Ausbildungsbetrieb dem Auszubildenden vorgibt, den Betrieb nicht zu betreten.
  • Darf ein Auszubildender von der Ausbildung fernbleiben?

    Grundsätzlich darf ein Auszubildender die Arbeit nicht verweigern, weil die Ansteckungsgefahr bei der Arbeit oder auf dem Weg dorthin erhöht sein könnte. Im Einzelfall kann der Arbeitgeber bei einer konkreten Gefährdung aufgrund seiner Fürsorgepflicht verpflichtet sein, den Auszubildenden von der Arbeit freizustellen oder Teile der Ausbildung (zum Beispiel das Führen des Ausbildungsnachweises) zu Hause zu erlauben.
  • Kann für Auszubildende Kurzarbeit angeordnet werden?

    Auszubildenden gegenüber kann in der Regel keine Kurzarbeit angeordnet werden. Der Ausbildungsbetrieb ist dazu verpflichtet, alle Mittel auszuschöpfen, um die Ausbildung weiter zu gewährleisten. Hierbei hat er beispielsweise folgende Möglichkeiten:
    • Umstellung des Ausbildungsplans durch Vorziehen anderer Lerninhalte
    • Versetzung in eine andere Abteilung
    • Rückversetzung in die Lehrwerkstatt
    • Durchführung besonderer Ausbildungsveranstaltungen


    Erst wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, kann Kurzarbeit auch für Auszubildende in Frage kommen. Diese Option ist allerdings restriktiv zu handhaben.

    Sollte Auszubildenden gegenüber Kurzarbeit angeordnet werden, haben sie Anspruch auf Zahlung der vollen Ausbildungsvergütung für mindestens sechs Wochen (§ 19 Abs. 1 Nr. 2 BBiG). Abweichend von der gesetzlichen Mindestdauer können Ausbildungs- und Tarifverträge längere Fristen vorsehen.
  • Kann für Ausbilder/-innen Kurzarbeit angeordnet werden?

    Auch bei Ausbildern sollte Kurzarbeit nur in Ausnahmefällen angeordnet werden, da der Betrieb gewährleisten muss, dass der Ausbilder seiner Ausbildungspflicht gegenüber dem Auszubildenden nachkommt. Werden die Auszubildenden mangelhaft oder gar nicht ausgebildet, kann ein Schadensersatzanspruch gegenüber dem Ausbildungsbetrieb entstehen.
  • Kann dem Auszubildenden gekündigt werden?

    Kurzarbeit an sich kann keine Kündigung der Auszubildenden durch den betroffenen Ausbildungsbetrieb rechtfertigen. Es sei denn der Ausbildungsbetrieb kommt für längere Zeit vollständig zum Erliegen. Entfällt dadurch die Ausbildungseignung des Betriebes, ist eine Kündigung der Auszubildenden möglich, ohne dass ein Schadensersatzanspruch entsteht. Die Ausbilder sind aber dazu verpflichtet, sich mit der zuständigen Agentur für Arbeit rechtzeitig um einen anderen Ausbildungsbetrieb für den Auszubildenden zu bemühen.

Informationen für die Zeit der Schulschließungen (Quelle: Bildungsministerium)

  • Auszubildende müssen trotz der Schulschließung in ihren Ausbildungsbetrieb

    • Auszubildende haben einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen und müssen diesen auch erfüllen.
    • Ob die Ausbildung im Betrieb stattfinden kann, entscheidet der jeweilige Arbeitgeber. Dabei sind die Regelungen zu beachten, die derzeit auch für alle anderen Teile der Gesellschaft gelten (z.B. Beschäftigung von Risikogruppen/Menschen mit Vorerkrankungen, Kontakt mit infizierten Personen, Hygiene- und Abstandsregelungen). Ggf. ist hier auch die Einschätzung des zuständigen Gesundheitsamtes maßgeblich.
  • Organisation des Lernens während der Schulschließungen

    • Das Lernen findet nicht mehr am physischen Lernort Schule statt, sondern - in durch Lehrkräfte begleiteter Form – im häuslichen und/oder betrieblichen Umfeld. Dazu werde ein pädagogisches Angebot zur Verfügung gestellt und Feedbackstrukturen zur Rückkopplung zwischen Lehrkräften und Auszubildenden eingerichtet. Vom Berufsschultag nach Stundenplan kann ggf. abgewichen werden.
    • Die Lehrkräfte treten mit den Auszubildenden und ggf. Ausbildungsbetrieben beispielsweise per Mail, per Telefon, per Post und in anderer Form, die für die Auszubildenden geeignet ist, in Kontakt. Insbesondere die in den BBS bereits vielerorts etablierten Lernplattformen sollen für die Bereitstellung von Lernaufgaben und Lernmaterialien genutzt werden.
  • Anwendung des Berufsbildungsgesetzes

    Die Vorgaben für das Lernen im häuslichen und/oder betrieblichen Umfeld ergeben sich aus dem Berufsbildungsgesetz und finden während der Schulschließungen analog Anwendung. Die Auszubildenden haben ihren schulischen Lernaufgaben nachzukommen, auch wenn die Schulgebäude geschlossen sind.
  • Beurlaubungen von der Bearbeitung schulischer Aufgaben

    Momentan gibt es Betriebe, die jede helfende Hand brauchen, weil sie für die Daseinsvorsorge der Menschen wichtig sind. Die Betriebe können in diesem Fall bei der für sie zuständigen Berufsschule eine Beurlaubung ihrer Auszubildenden aus wichtigen Gründen erwirken. Die im Sinne der Daseinsvorsorge vorgebrachten Gründe sind von der Schule nicht als betriebliche Gründe zu werten. Der Betrieb erhält eine entsprechende Mitteilung durch die Schule.

Seitenfuß